| Die Hunde legten
sich zum Esel ins Stroh, und die drei unterhielten sich.
„Über deinem Stall steht ein ganz großer Stern“, erzählte Lea dem Esel. „So einen großen habe ich noch nie gesehen.“ Der Esel schaute nach oben. Und wirklich, durch die vielen Lücken im Dach konnte man den großen Stern sehen. „Wie der funkelt! Nein, sowas habe ich auch noch nie gesehen.“ „Jetzt laßt doch mal den Stern“, murrte Isaak. „Erzähl doch lieber mal, wie es dir jetzt geht, immer so im Stall.“ „Och, gar nicht so schlecht. Ich muß keinen Karren mehr ziehen, und meine Krippe ist voll Futter. Doch ich vermisse doch das Leben draußen. Der Dicke da ist zwar ein ruhiger Stallgenosse. Aber sonst sehe ich keinen der alten Freunde mehr. Gut, daß ihr gekommen seid.“ Der Esel ließ die langen Ohren hängen. Die Hunde schauten ihn ein wenig traurig an. „Immerhin bist du vor Regen und Sonne geschützt...“, begann Lea gerade, als ein Mann an die Stalltür kam. „Ich glaube, hier ist es“, sagte der Mann und leuchtete mit einer Laterne in den Stall. „Und schau, Maria, wir sind nicht mal alleine. Hier sind ein Esel und ein Ochse. Und auch zwei Hunde.“ |
Die alten Hunde sträubten
ihre Haare und duckten sich an den Esel. Was wollte dieser Mann von ihnen?
Eine junge Frau kam herein, sie trug ein kleines Kind auf dem Arm und sah sehr müde aus. Doch sie lächelte die Tiere an. „Das ist aber schön, daß wir Gesellschaft haben.“ Sie strich den Hunden über die Köpfe, dem Esel über die weiche Nase und dem Ochsen über die Flanken. „Ich hoffe, ihr habt nichts dagegen, wenn wir auch hier einziehen.“ Der Esel schüttelte leicht den Kopf mit den langen Ohren, und der alte Ochse muhte leise. „Das sind aber nette Menschen“, flüsterte Lea. Doch noch wagten sich die Hunde nicht näher. „Maria, du mußt ja ganz erschöpft sein“, sagte der Mann und nahm die Frau in den Arm. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter. „Das stimmt. Das lange Wandern hat mich sehr müde gemacht. Wenn man hochschwanger ist, ist das kein Vergnügen mehr. |